Net News Express

 
       
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 International (9)
  
19.10.2018 08:37:58 [Süddeutsche Zeitung]
Wie die Republikaner Minderheiten von der Wahl abhalten
Brian Kemp ist Republikaner, der Gouverneur des Bundesstaats Georgia werden will. In seinen Wahlkampfspots verkauft er sich als "politisch inkorrekter Konservativer". Eine Szene zeigt ihn in seinem Garten, während hinter ihm etwas explodiert. Kemp sagt dazu: "Ich bin so konservativ, dass ich die Regierung in die Luft sprengen will." In einer anderen Szene sitzt er am Steuer eines Pick-up-Trucks, der Arm hängt lässig aus dem Autofenster: "Ich habe einen großen Truck für den Fall, dass ich ein paar Illegale zusammentreiben muss." Bei vielen republikanischen Wählern kommt so etwas im Jahr 2018 gut an.

  
19.10.2018 06:42:29 [Junge Welt]
USA bleiben Riad treu
Unabhängig von den Untersuchungen über das »Verschwinden« des saudischen Journalisten Dschamal Chaschukdschi stand das wichtigste Ergebnis von Anfang an fest: Donald Trump ist auf keinen Fall bereit, mit dem Regime in Riad zu brechen. Diese Entschlossenheit teilt er mit seinen Partnern in Paris, Berlin und London. Chaschukdschi, ein Neffe des bekannten Waffenhändlers Adnan Chaschukdschi, war früher ein Insider in den maßgeblichen Kreisen Saudi-Arabiens. Er äußerte sich aber zunehmend kritisch zur Entwicklung seines Landes, wurde deswegen »verwarnt« und lebte seit vorigem Jahr in den USA.

19.10.2018 06:20:13 [Der Überflieger]
Werft Saudi-Arabien aus dem UN-Menschenrechtsrat
Die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ (HRW) hat den UN-Menschenrechtsrat dazu aufgefordert, die Mitgliedschaft von Saudi-Arabiens im hiesigen Gremium zu kündigen. Der letzte Anstoß dazu kam, aufgrund des „Verschwindens“ des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi. Am 2. Oktober hat er das saudische Konsulat in Istanbul betreten, um Papiere für die Hochzeit mit seiner türkischen Verlobten abzuholen. Das Konsulat hat er, nach türkischer Darstellung, nicht mehr verlassen. Die Polizei geht davon aus, dass er ermordet wurde.

  
18.10.2018 19:42:45 [Telepolis]
Der Prinz und der Journalist
Wie das falsche Bild eines massenmordenden Prinzen durch das falsche Bild eines angeblichen "Dissidenten" zerstört wird. 100.000 Tote im Jemen, die auf das Konto eines Angriffskrieges von Saudi-Arabien mit der Hilfe der USA und Großbritanniens gehen, haben nur wenig Aufregung in westlichen Medien verursacht. Aber der Tod eines einzelnen Journalisten, vermutlich in einem Konsulat Saudi-Arabiens in der Türkei, schlägt hohe Wellen. Und dabei sind große Teile der Berichte über den angeblichen "Dissidenten" ganz einfach falsch. Aber so ist das schon mal in der Politik. Nicht über Massenmorde, Kriege oder Völkermode stolpern "Helden", sondern über medial hervorgehobene, im Verhältnis kleine Taten.

  
18.10.2018 19:37:43 [Mathias Broeckers]
Kashoggi – Ein Gruselschocker aus der Kopf-Ab-Dynastie
“Räuberpistole” ist als Genre-Bezeichnung wohl zu schwach für die Story um den verschwundenen saudischen Journalisten Jamal Kashoggi, der einen Besuch in der Botschaft in Istanbul nicht überlebte, weil Fachkräfte des saudischen Geheimdiensts ihn dort ermodet und in Einzelteile zerlegt außer Haus geschafft haben sollen. Das klingt wie der Einstieg zu einem James Bond Film, wobei aber noch ziemlich unklar ist, welche Motive die “Bösen” für diese Metzgerei hatten.

  
18.10.2018 18:46:13 [Justice Now!]
Die Causa Andrew Brunson
Ein Pastor, zwei Tyrannen und die ultrareligiöse Rechte. Nach zwei Jahren Haft ist der US-amerikanische Pastor Andrew Brunson aus türkischer Gefangenschaft entlassen. Im Gegenzug wird Washington den Wirtschaftskrieg gegen Ankara zurückfahren. Die Freilassung ist zeitlich an die wichtigen Midterm Elections im November geknüpft und muss im Kontext der Macht gesehen werden, die die ultrakonservative, religiöse Rechte über den US-Präsidenten ausübt. Die Beziehungen zwischen der USA und der Türkei sind so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht. Ins Kreuzfeuer geriet ein evangelikaler Pastor aus North Carolina, an dessen Schicksal die Krise eskalierte. Zwei Jahre lang saß Pastor Andrew Brunson wegen des Vorwurfs der Terrorunterstützung in türkischer Gefangenschaft. Seit wenigen Tagen ist er frei.

  
18.10.2018 15:04:36 [Junge Welt]
Irak: Neues Selbstbewusstsein
Die Regierungsbildung im Irak wurde mit den Nachbarländern ausgehandelt. Es ist 15 Jahre her, dass eine von den USA und Großbritannien angeführte »Koalition der Willigen« in den Irak einmarschierte. Vorwand der völkerrechtswidrigen Invasion war die Lüge von angeblichen »Massenvernichtungswaffen« im Irak – sie wurden nie gefunden. Die irakische Armee, Regierung und die Baath-Partei wurden aufgelöst und verboten. So wurde der Boden für Al-Qaida im Irak bereitet. Religiöse und ethnische Spannungen wurden geschürt, Gewalt breitete sich aus. Unter der Herrschaft eines US-Gouverneurs begann die blutige Geschichte der Besatzung, die offiziell im November 2008 endete.

  
18.10.2018 13:26:34 [Einartysken]
Fast eine Million Menschen auf den Straßen Haitis, um das Ende der Straffreiheit für die Mächtigen zu fordern
Wenn man den AP-Bericht von heute über Haiti liest: ‘Die Haitianer protestieren gegen den angeblichen Missbrauch der Petrocarive Gelder’, werdet ihr sehen, wie die Medien wieder komplicenhaft an der Arbeit sind. Wie ist es möglich dass die Bedeutung des 17. Oktober für die Haitianer NIE wirklich genannt wird in diesem AP Artikel von heute. Mindestens 7 Haitianer starben heute. Sie starben nicht vergebens oder weil WÜNSCHTEN, erschossen zu werden oder gewalttätig.

  
18.10.2018 10:09:35 [NachDenkSeiten]
Grönland: US-Militär gegen chinesischen Ausbau der Infrastruktur
In Grönland entwickelt sich, bisher weitab der Weltöffentlichkeit, ein exemplarischer Konflikt: Die USA wollen die riesige, kaum bewohnte Insel weiter exklusiv militärisch nutzen, mithilfe des NATO-Musterstaats Dänemark. Aber die grönländische Regierung will das Land wirtschaftlich entwickeln – mithilfe Chinas. Grönland, im arktischen Nordatlantik nahe Kanada gelegen, die größte Insel der Erde, hat eine sechsmal größere Fläche als Deutschland, aber nur 56.000 Einwohner. Sie leben wie seit Jahrhunderten fast ausschließlich vom Fischfang (Heilbutt, Kabeljau, Krabben), mit dem auch zu 90 Prozent der Export bestritten wird; inzwischen kam etwas Tourismus hinzu.
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