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 Feuilleton: Kultur, Geschichte, Literatur, TV, Fernsehen, Film, Musik, Games (10)
  
20.04.2019 13:15:57 [Radio FM4]
Wie klingt ein Piano, bei dem jede Taste den gleichen Ton hat?
Johannes Mandorfer, Schlagzeuger der Wiener Band Hearts Hearts, hat ein Monat in Reykjavik verbracht - und dort ein Piano gebaut. Es ist wohl das erste seiner Art, das alle 88 Tasten mit demselben Ton belegt. Eine Reise durch Island und durch feine, klangliche Unterschiede. Während die anderen drei Bandmitglieder von Hearts Hearts in Wien fleißig die Promo-Trommel im Rennen um den FM4-Award gerührt haben, war Johannes im Rahmen einer Artist Residency in Reykjavik, Island, um ein Kunstprojekt umzusetzen, ein eigenes Piano zu bauen, das zwar 88 mal denselben Ton spielt, der aber dennoch jedes Mal anders klingt.

  
20.04.2019 13:14:11 [Süddeutsche Zeitung]
Ein Mann geht seinen Weg
Das Verhältnis zwischen Bob Dylan und seinen Fans war schon immer schwierig, besonders bei Konzerten. Nun ist der "Heilige Bob" wieder auf Tour - mal sehen, was es an diesem Samstag in Augsburg zu meckern gibt. "Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde." So überliefert Mose das erste der zehn Gebote Gottes, das aber die zahlreichen Darstellungen von Gott, Jesus und anderen Heiligen nicht verhindern konnte, die prachtvoll sogar Kirchen schmücken. Warum sollten Menschen darum mehr Rücksicht auf das Fotoverbot nehmen, das Bob Dylan seit Jahren in seinen Konzerten fordert?

  
20.04.2019 11:12:37 [Zeit Online]
"Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit": Das Sehen filmen
Der Maler Julian Schnabel hat einen Film gedreht über den Maler Vincent van Gogh. Endlich kann man nachempfinden, wie der wohl die Welt wahrgenommen hat. Die Weizenfelder, die Sonnenblumen, die Äste und Blätter der Bäume, das Licht, das sie durchflutet und durchdringt: Vincent van Gogh schaut, atmet und saugt die Landschaft ein, mit seinen Blicken, seinem Gehör und durch seine Haut, erspürt sie mit jeder Faser seines Körpers. Selten ist der Maler so eins mit sich und der Welt um ihn herum wie in diesen Momenten, die der Kameramann Benoît Delhomme auf so sinnlich unmittelbare Weise einfängt, dass man als Zuschauer fast das Gefühl hat, dasselbe zu fühlen wie der Künstler.

  
20.04.2019 11:10:35 [TAZ]
Jazzpianist Jamie Saft: Improvisation ist kostbar
Das Werk des Jazzpianisten Jamie Saft ist experimentell und klangmächtig. Mit Steve Swallow und Bobby Previte spielt der New Yorker auch in Deutschland. Egal ob Jazz, Dubreggae oder Heavy-Metal, Jamie Saft ist einer der vielseitigsten und inspirierendsten Pianisten und Komponisten der zeitgenössischen New Yorker Downtown-Szene. Seit den 1990er Jahren spielt der im Big Apple in einer jüdischen Familie aufgewachsene und dort von vielfältigten US-Popsounds geprägte Künstler mit Akteuren wie John Zorn, Bad Brains oder Roswell Rudd in zahlreichen Projekten zusammen.

  
20.04.2019 08:54:26 [Analyse & Kritik]
»Heute dient Musik der Berieselung«
Buchautor Lukas Linek über gewandelte Hörgewohnheiten im Zeitalter des Streamings. Du schreibst in deinem Buch, dass das kapitalistische System Musik zu einem primitiven und formlosen Medium gemacht habe. Wie das? Lukas Linek: Die Wertschätzung gegenüber der Musik hat sich über die letzten Jahrzehnte stark verändert. Wir hören mehr Musik als je zuvor, haben aber noch nie so wenig dafür gezahlt. Der Druck auf Künstler steigt mehr denn je - sie müssen mehr und billiger produzieren. Das äußert sich natürlich auch in der Qualität der Inhalte.

  
20.04.2019 08:50:33 [Der Freitag]
Flaneur aller Abwege
Zuletzt gesehen in Kidlington, Colin Dexter, Unionsverlag 2018, 320 S., 12,95 €. Krimi: Inspector Morse ist wieder da. In den originalen Krimis fährt der Fernsehheld noch Lancia statt Jaguar. Das englische Adjektiv „hebdomadal“ dürfte selbst manchem Native Speaker ein Rätsel aufgeben. Dabei bedeutet es nicht mehr als „wöchentlich“, wie Langenscheidts Handwörterbuch weiß. Gebraucht wird es eher selten. Das Nachschlagewerk kennt allerdings einen „Hebdomadal Council“, den einmal pro Woche zusammentretenden Rat der Universität Oxford.

  
20.04.2019 06:37:58 [Der Freitag]
Die Capitulation
Rap: Capital Bra ist der größte deutsche Popstar aller Zeiten und zwingt jeden Kritiker in die Knie. Es gibt Momente im Leben eines Kritikers, in denen er besser kapitulieren sollte. Von Capital Bra wird man dazu gezwungen, sobald man ihn ernst nimmt. Capital wer? Ach niemand, nur der erfolgreichste deutsche Musiker aller Zeiten. Ganze zwölf Nummer-1-Hits verzeichnete der 24-jährige Rapper – bitte tief Luft holen – innerhalb eines Jahres. Das sind mehr Einsen, als die Beatles hierzulande hatten. Sein sechstes Album CB6 wird diesen Rekord noch weiter ausbauen.

  
20.04.2019 06:36:29 [Migazin]
Rassismus – „so eine Art gesellschaftliche Stille“
Die Doku „Der Zweite Anschlag“ zeigt rassistische Gewalt aus der Opferperspektive. Regisseurin Mala Reinhardt zeigt den Film derzeit in vielen deutschen Städten. Der Dokumentarfilm „Der Zweite Anschlag“ von Mala Reinhardt schildert die Auswirkungen rassistischer Gewalt aus der Perspektive der Opfer. Die Protagonisten des Filmes sind Überlebende und Angehörige von rechten Anschlägen – wie beispielsweise die Betroffene des Pogroms von Rostock Lichtenhagen Mai Phương Kollath, der Überlebende des Möllner Brandanschlags Ibrahim Arslan und Osman Taşköprü, dessen Bruder vom NSU ermordet wurde. Auf Basis von Interviews entwickelt „Der zweite Anschlag“ ein Bild der teils traumatischen Erlebnisse, welche die Protagonisten durchlebt haben.

  
19.04.2019 18:03:00 [Heise]
Digitales Filmfestival: Die Hauptschlagader der Berlinale ist aus Glas
Wenn die Bären vergeben sind, das Publikum die letzten Vorstellungen gesehen hat und der rote Teppich eingerollt ist, gehen bei der Berlinale wieder die Lichter aus. Aber nur in den Kinos: So ein Filmfestival ist ein Ganzjahresbetrieb. Mit etwas reduzierter Mannschaft geht es für das Berlinale-Team auch nach dem letzten Vorhang weiter. Das gilt auch für das digitale Herzstück des Festivals: das Film Office am Potsdamer Platz. Über die Schreibtische – oder besser: durch die Computer – des Filmbüros gehen alle Filme des Festivals. Hier landen zahlreichen Einreichungen an, die ausgewählten Festivalbeiträge und die Beiträge für die Vorführungen des Europäischen Filmmarkts.

  
19.04.2019 18:00:47 [Der Freitag]
Archäologie der Lügen
Der dunkle Garten, Tana French, Scherz 2018, 656 S., 16,99 €. Krimi: Seelenruhig und gnadenlos trägt Tana French die Fassade eines reichen Sonnyboys ab. Nachdem er in seiner Dubliner Wohnung überfallen und schwer verletzt wurde, braucht der 28-jährige Toby Hennessy eine Auszeit, darum zieht er ins Haus seiner Großeltern. Es ist die Rückkehr an einen Ort, den Toby ausschließlich mit positiven Erlebnissen verbindet. Zahllose Ferien hat er im „Efeuhaus“ mit Cousine Susanna und Cousin Leon verbracht. Umso erschütternder ist für ihn, als in der Höhlung einer alten Ulme die Leiche eines ermordeten Schulkameraden gefunden wird.
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