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 Arbeit, Soziales, Gesellschaft, Bildung (7)
  
28.03.2017 14:21:55 [Seniorenaufstand]
Sinkendes Rentenniveau – die ganze Wahrheit nach Steuerabzug
Die zunehmende nachgelagert Besteuerung wird das Nettorentenniveau um weitere 9% absenken. Bekannt ist: das Rentenniveau (netto vor Steuerabzug) sinkt. Von 2000 bis 2015 ist es von 53% auf 47,6% gedrückt worden. Es wird bei unveränderten Gesetzen im Jahr 2030 auf ca. 44% bis 43% gesunken sein. Die Absenkung beträgt also über einen Zeitraum von 30 Jahren ca. 20%. Sie ist tatsächlich aber noch deutlich höher. Dafür wird die zunehmende Besteuerung der Renten sorgen. Vorsichtig gerechnet sinkt das Rentenniveau bei dem sogenannten Eckrentner noch einmal um weitere 9%. Reales Nettoeinkommen ist das, was ich auf meinem Konto oder in meinem Portmonee zur Verfügung habe. Das Rentenniveau wird aber seit 2005 mit „netto vor Steuern“ angegeben.

  
28.03.2017 12:40:30 [Junge Welt]
Streik nach der Wahl
Beschäftigte von zwölf saarländischen Krankenhäusern legten Arbeit nieder, um für Entlastung zu demonstrieren – und Parteien an Versprechen zu erinnern. Die Bewegung für Entlastung an Saarlands Krankenhäusern geht auch nach der Landtagswahl vom Sonntag weiter. Am Montag legten rund 600 Beschäftigte aus zwölf Kliniken die Arbeit nieder und demonstrierten vor dem Saarbrücker Landtag. Schon um fünf Uhr früh waren 50 ver. di-Aktive aus den Krankenhäusern zum Flughafen gekommen, um den Spitzenkandidaten der Parteien auf dem Weg nach Berlin »Vergissmeinnicht«-Samen zu überreichen. »Wir wollten klarmachen: Egal wo ihr hinfahrt, wir sind schon da und erinnern euch daran, dass die Pflege Entlastung braucht«, erläuterte ver.di-Sekretär Michael Quetting am Montag auf jW-Nachfrage.

28.03.2017 12:34:08 [Finanzmarktwelt]
Arbeitsagentur-Chef schlägt 100% subventionierte Jobs für Langzeitarbeitslose vor
Die Sache hat einen Haken. So wie auch das Bedingungslose Grundeinkommen zunächst verführerisch wirkt, so bringt es doch in der Praxis ganz reale Probleme mit sich. Genau so ist es mit dem ganz frischen Vorschlag, den der Chef der Bundesagentur für Arbeit Frank-Jürgen Weise gegenüber der SZ geäußert hat. Langzeitarbeitslose sollte man nicht länger in „akademische Schulungsprogramme“ (die berühmen „Maßnahmen“) stecken, sondern ihnen lieber einen staatlich subventionierten Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose schaffen. Man solle also Jobs schaffen, die zu 100% vom Steuerzahler bezahlt würden. Logisch wäre es dann, dass diese Jobs 1:1 dem jetzigen Hartz4-Satz zuzüglich Wohnkosten entsprechen.

  
28.03.2017 09:00:37 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
Ende des Tarifstreits an den Berliner Flughäfen
Der Tarifkonflikt beim Bodenpersonal an den Berliner Flughäfen ist beigelegt. Arbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi hätten sich am frühen Dienstagmorgen auf einen Tarifkompromiss geeinigt, teilte die Gewerkschaft mit. Der Tarifkompromiss beinhaltet demnach eine Laufzeit des Vertrages über drei Jahre und ein Volumen von etwa 14 Prozent. Die Stundenlöhne werden in vier Schritten bis 2019 erhöht, in einigen Vergütungsgruppen bis zu 1,90 Euro. Auch beim Tarifvertrag gebe es diverse Verbesserungen, die Verdi gefordert habe. Vor allem sei es gelungen, den Flächentarifvertrag zu erhalten, hieß es.

28.03.2017 08:19:37 [Hinter den Schlagzeilen]
Manche sind eben gleicher als Andere!
Eine der hartnäckigsten und im negativen Sinn folgenreichsten Ungerechtigkeiten unseres Wirtschaftssystems wird so gut wie nicht beachtet. Die Grünen interessiert es nicht, SPD-Messias Martin Schulz interessiert es nicht, und auch die Linke hat das Thema bisher nicht für sich entdeckt. Von neoliberalen Betonköpfen ganz zu schweigen. Wahrscheinlich haben auch Sie über dieses Thema noch nie nachgedacht. Dabei ist es ganz einfach: Lohn- und Rentenerhöhungen werden in Prozenten berechnet. Das heißt im Klartext: Bedürftige bekommen nicht etwa mehr Geld als Leute, die sowieso schon in Geld schwimmen. Bedürftige bekommen auch nicht das gleiche wie Reiche (z.B. jeder 100 Euro mehr pro Monat) – nein: Bedürftige bekommen WENIGER als ihre wohlhabenden Mitbürger. So öffnet sich die sattsam bekannte „Schere“ zwischen Arm und Reich immer weiter – und keiner beschwert sich. Warum eigentlich nicht?

28.03.2017 06:37:01 [Blog Abeit-Wirtschaft]
Höchste Zeit für eine lohnpolitische Trendwende in Europa
Bis zum Ausbruch der Krise 2008/2009 war die Lohnentwicklung in Europa von einem mehr oder weniger starken Reallohnzuwachs gekennzeichnet. Seitdem registrieren viele EU-Länder stagnierende oder sogar fallende Reallöhne, verursacht insbesondere durch das auf interne Abwertung beruhende Krisenmanagement. Trotz der dynamischeren Mindestlohnentwicklung in den letzten beiden Jahren sind die Mindestlöhne in vielen EU-Ländern nach wie vor zu niedrig, um den Niedriglohnsektor zu verringern und Arbeitsarmut zu bekämpfen. In unserem neuen Bericht „Benchmarking Working Europe 2017“ liefern wir nicht nur die diesbezüglichen Fakten, sondern zeigen auch die Notwendigkeit für eine lohnpolitische Trendwende als Teil einer generellen makro-ökonomischen Umorientierung hin zu einem lohngetriebenen Wachstumsmodell auf.

  
27.03.2017 20:08:48 [Analyse & Kritik]
Blackbox Hartz IV
Die SPD ist bemüht um ein neues Image, ohne dabei ihre Agenda-Politik grundsätzlich in Frage zu stellen. Er weiß sich zu inszenieren. Wo er auftritt, präsentiert sich SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz als bodenständiger, ehrlicher Kümmerer, als einer, der sich auskennt mit den Sorgen der »arbeitenden Mitte«. Der Vorwahlkampf der SPD funktioniert bis jetzt prächtig. Mit Martin Schulz als neuem Frontmann wollen sich die Sozialdemokrat_innen neu erfinden. Die Schulz-Kampagne hat sogar einen Umgang mit der Agenda 2010 gefunden: nicht verteufeln, aber überarbeiten. Mittlerweile gibt es von Schulz und Co. nicht nur warme Worte, sondern auch erste Vorschläge, was es denn konkret bedeute, Fehler bei der Agenda 2010 erkannt zu haben und beheben zu wollen.
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