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 Aktuelle Themen (8)
  
17.10.2017 18:04:17 [Neues Deutschland]
Sie enthüllte Maltas Dreck
Entsetzen über Ermordung von Daphne Caruana Galizia. 20.000 Euro Belohnung hat Julian Assange am Montag ausgelobt – für Informationen über Drahtzieher des Anschlags auf Daphne Caruana Galizia, die das US-Magazin »Politico« einmal mit einem »Ein-Mann-WikiLeaks« verglich. Der Gründer der Enthüllungswebseite zeigte sich entsetzt über die Ermordung der maltesischen Journalistin und Bloggerin, die unweit ihres eigenen Hauses in Bidnija Opfer einer Autobombe wurde.

17.10.2017 14:32:04 [German Foreign Policy]
Mit deutschen Waffen: Bundeswehr setzt Peschmerga-Ausbildung aus
Die Bundeswehr setzt die Ausbildung irakisch-kurdischer Peschmerga vorläufig aus. Dies hat Bundeswehr-Generalinspekteur Volker Wieker am Freitag mit Blick auf die eskalierenden militärischen Spannungen im Nordirak entschieden, die gestern zu den ersten bewaffneten Kämpfen zwischen den Peschmerga und Truppen der irakischen Regierung führten. Damit entgehen die deutschen Soldaten in Erbil knapp der peinlichen Lage, vor Ort ohne Mandat in einen mittelöstlichen Bürgerkrieg involviert zu sein. Berlin hatte Erbil, das mit seinen Sezessionsplänen in Bagdad auf Widerstand stößt, bis zuletzt unterstützt.

  
17.10.2017 14:25:35 [Blick nach rechts]
Gewalttätigkeiten auf der Buchmesse
Die Frankfurter Buchmesse bot dieses Jahr dem neurechten Verlag Antaios von Götz Kubitschek eine Plattform. Im Schlepptau reisten rechtsextreme Szene-Größen an. Auch bei Veranstaltungen anderer rechter Verlage kam es zu Gewalt. Die Plakate, auf denen unter anderem Zitate von Kurt Tucholsky stehen, liegen bereits zerrissen am Boden. Einem jungen Mann reicht das noch nicht. Mitten in der aufgeheizten Menge sammelt er die Einzelteile auf und zerfetzt sie in kleinste Bestandteile. Ein Mann, ein Mob, und die Möglichkeit, seine Vernichtungsphantasien auszuleben.

  
17.10.2017 12:30:20 [Neue Zürcher Zeitung]
Hilfe, Nazis!
Wie die deutsche Öffentlichkeit die neuen Rechten gross macht. Prediger, Hysteriker und Spötter dominieren das Feld im Umgang mit rechten Intellektuellen, wie auch die Krawalle an der Frankfurter Buchmesse zeigten. Dabei hilft Nazigeschrei wenig: Sinnvoll wäre inhaltliche Auseinandersetzung. Im Umgang mit rechten Intellektuellen dominieren im deutschsprachigen Raum drei Herangehensweisen. Die erste ist die Predigt, die zweite die Hysterie, die dritte der Spott.

  
17.10.2017 10:35:14 [Egon W. Kreutzer]
Daphne Caruana Galizia ist tot
Nach mehreren Morddrohungen starb sie in ihrem explodierenden Auto. Daphne Caruana Galizia wurde 53 Jahre alt. Von Daphne Caruana Galizia habe ich heute erstmals gelesen. Ein Zeichen dafür, dass ihre Arbeit nach Kräften totgeschwiegen wurde. Ihr gewaltsamer Tod legt die Vermutung nahe, dass es sich nicht mehr primär um den Versuch handelte, sie mundtot zu machen, sondern um einen Akt der Rache, verbunden mit der Absicht, andere Aufklärer einzuschüchtern. Da hilft es wenig, wenn nun von zweit- und drittrangigen EU-Parlamentariern vom "tragischen Beispiel" und "tiefer Betroffenheit" geredet wird. Es ist unerträglich, wenn, wie zur Entschuldigung mit der Anmerkung "Solche Vorfälle erinnern an Putins Russland" der Mord auch noch genutzt wird, um ein geliebtes Feindbild aufzupolieren.

  
17.10.2017 10:17:50 [Telepolis]
Spanien sagt Nein zu Dialogangebot aus Katalonien
Der Ball wird zwischen dem spanischen Madrid und dem katalanischen Barcelona weiter hin- und hergespielt. Die Antwort und die Bitte des katalanischen Regierungschefs Carles Puigdemont um Dialog hat die spanische Regierung postwendend am Montag abgelehnt. Regierungschef Mariano Rajoy hatte von Puigdemont ultimativ bis um 10 Uhr am Montag Aufklärung verlangt, ob er am 10. Oktober die Unabhängigkeit erklärt hat oder nicht. Er hatte sie verkündet, aber "die Wirkungen" zunächst ausgesetzt.

17.10.2017 08:23:41 [Telepolis]
Madrid inhaftiert zwei Führer der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung
Madrid hat den Konflikt mit der katalonischen Unabhänigkeitsbewegung zugespitzt und scheint auf Konfrontation zu setzen. Die Richterin Carmen Lamela des nationalen Strafgerichtshofs, der Audiencia Nacional de España, hat die präventive Inhaftierung von Jordi Sànchez und Jordi Cuixart, den Präsidenten der für die Unabhängigkeit eintretenden katalanischen zivilgesellschaftlichen Organisationen ANC und Òmnium angeordnet. Sie waren am Montag zu einer Vernehmung einbestellt worden.

17.10.2017 08:18:02 [Junge Welt]
»Ernsthaftes Angebot zu einem Dialog«
Brief des Ministerpräsidenten Kataloniens, Carles Puigdemont, an den Ministerpräsidenten Spaniens, Mariano Rajoy. Sehr geehrter Herr Präsident, die Situation, die wir derzeit erleben, erfordert politische Antworten und Lösungen, die ihrer Tragweite gerecht werden. Mit diesem Schreiben möchte ich dazu beitragen, solche Antworten zu finden, denn dies entspricht dem Wunsch der Mehrheit der Gesellschaft und den Erwartungen Europas, denn Europa versteht keine Art der Konfliktlösung ohne Dialog, Verhandlung und Einigung.
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